Lena Wiesler Bundesfreiwilligendienst bei der Caritas

Nach meinem Realschulabschluss fand ich es schwierig mich gleich für ein Berufsfeld zu entscheiden. Dann kam mir die Idee einen Freiwilligendienst bei der Caritas zu machen und ich dachte mir: warum eigentlich nicht? So kam es zu meinen Bundesfreiwilligendienst in einer Wohnanlage in Zell im Wiesental. Dort begleite ich ältere Menschen mit verschiedenen körperlichen oder geistigen Einschränkungen in ihrem Alltag.

Es braucht natürlich Zeit und Geduld die Bewohner zu verstehen und Vertrauen aufzubauen. Ich musste schnell feststellen, dass es etwas anderes ist, mit Kinder und Familienmitglieder umzugehen als mit erwachsenen ältere Menschen, die einem zunächst fremd sind. Gerade in der Pflege ist Vertrauen und eine gute Beziehung zu den Bewohnern sehr wichtig. Mittlerweile sind mir die Bewohner*innen aber richtig ans Herz gewachsen und ich möchte die kleinen alltäglichen Begegnungen und Momente nicht missen.

Ich finde man sollte behinderte Menschen viel mehr in die Gesellschaft integrieren. Viele Menschen haben Scheu davor, mit Menschen mit Behinderung zu sprechen – aber wenn sie es dann doch tun, merken sie, dass es gar nicht so schwer ist.

Neben meiner Arbeit in der Einsatzstelle habe ich das Jahr über an Seminaren der Caritas teilgenommen. In insgesamt fünf Bildungswochen habe ich Theorie und Praxis in der Arbeit reflektiert aber vor allem auch die Möglichkeit genutzt um mich mit anderen Freiwilligen über deren Erfahrungen auszutauschen, Spaß zu haben und neue Freundschaften zu schließen.

Die Erfahrungen und Einblicke im Bereich der Heilerziehungspflege haben mich in meinem Berufs - wie auch Privatleben sehr bereichert. Man kriegt so viel fürs Leben mit! Ich würde es auf alle Fälle wieder tun.